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Felser, Klaus


Klaus Felser, geboren 1957 in Aachen, studierte an der Hochschule für Kunst und Design, Köln, bei Prof. Renate Lewandowski und Prof. Karl Marx. 1990 wurde Klaus Felser zum Meisterschüler ernannt. 1993 erfolgte der Abschluss mit Laudatio von Prof. Karl Marx.
Im Jahr 2006 erschien das Werkverzeichnis "Weibsbilder - Klaus Felser", herausgegeben von Holger Six.

Rachegöttin? Arglose Verführerin? Flittchen oder Ballkönigin? Femme fatale und brüderliche Schwester, Muse und Hure, erwachsenes Mädchen und jugendliche Megäre - die „Weibsbilder“ des Klaus Felser sind alles Mögliche, nur eines sind sie nicht: eindeutig.

„Weibsbilder“ hat er von Anfang an gemalt, alle anderen Genres und Felder beackerte Klaus Felser eigentlich nur, „um es mal gemacht zu haben.“

Wer in sein Atelier kommt, liest im gleichen Augenblick am bunten, im wahrsten Sinne des Wortes malerischen Neben-, Mit- und Durcheinander der unzähligen Farbtöpfe, der Tuben, Schüsseln und Flaschen Felsers vehemente Suche nach dem richtigen Ton ab. Wo ist es nur, dieses Rhesedagrün, das ein Hauchrosa und ein Ozeanblau an jene Grenze treibt, wo kaum noch etwas zueinander zu passen scheint und doch die Geschichten der „Weibsbilder“ ihr Leben haben.

Erotik? Ja, aber eine der Farben, der Töne, der Untertöne. Und es bleibt immer die Erotik dessen, der schaut – mit ihm wird sie, oder sie wird gar nicht.

Dieser Maler greift mitunter auf Elemente der Antike – Säulen, Grazien, Arkadien - zurück, auf klassische Bildthemen wie den Torso oder auf folkloristische Motive, auf männliche Alltagsskurrilitäten wie die Modelleisenbahn oder weibliche Attribute wie Blumen aller Sorten. Das gilt bis hin zum „Chinabild“, das uns bis zum Ende nicht wissen lässt, was wir zu halten haben von diesem – Lächeln? Grinsen? Zähnefletschen? Lauter Rätsel: Die Engel mit blanker, üppiger Brust, die wie eine Sphinx daherkommen, die Party-Schlachtrösser im Cocktailkleid, die Löwin mit gefletschten Zähnen. Und wer könnte schon mit Gewissheit sagen, was in all den divenhaften Gesichtshälften hinter dem dichten Vorhang aus Haaren lauert. Die Falle Verführung könnte es sein, genauso gut aber auch ein Fall von reiner Leere. Oder die Schwäche einer Kraftfrau. Wer weiß. Am Ende weiß es ja doch nur der, der die Einladung in den Bildern von Klaus Felser annimmt und sie – in sich selbst - zu Ende malt.

Heute lebt und arbeitet Klaus Felser in Düsseldorf. Zur Bilder-Galerie geht es hier.

Ausstellungen und -beteiligungen (Auswahl)
1993, 1995-1997, 2005, 2008 “Große Kunstausstellung NRW“
1994, 2001,2002, 2005 “LAC Salon de Printemps“, Luxemburg
2003 Einzelausstellung zum Stipendium der Stadt Bad Münster
2004 Stipendiatenausstellung der Stadt Bad Münster
2005 “Grenzenlos“, Galerie Malzhaus, Kunstverein Plauen-Vogtland
2006 Kunstpreis “30 x 30 x 30“ Kunstverein Das Damianstor Bruchsal e.V.
2006 Orangerie Schloß Benrath, Düsseldorf
2007 Einzelausstellung im TANGRAM Haus, Düsseldorf
2008 “Große Kunstausstellung Halle (Saale)“, Halle/Saale
2009 F.G. Conzen, Düsseldorf
2011 Vom 11.03. - 10.04. „Klaus Felser - Weibsbilder“, Galerie Kunst-Profil, Düsseldorf

Auszeichnungen
2006 1. Preis Klassik 2006 Monschau (Plakat zu der Operette "Die Fledermaus")
2003 Stipendiat der Stadt Bad Münster am Stein-Ebernburg





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