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Janssen, Horst


Horst Janssen, am 14. November 1929 in Hamburg geboren und in Oldenburg aufgewachsen, gilt heute als einer der bedeutendsten Graphiker und Zeichner der Nachkriegszeit.
Bei Kriegsende, nach dem Tod von Mutter und Großeltern, nahm seine Tante den 16-jährigen Janssen zu sich nach Hamburg. Sie unterstützte seine künstlerische Ausbildung an der Landeskunstschule, wo Alfred Mahlau ihn als Meisterschüler annahm und förderte. Als international bekannter Künstler bestimmte er zusammen mit Paul Wunderlich und dem früh verstorbenen Georg Gresko das Bild der Hamburger Kunstszene in den sechziger Jahren.

In den siebziger Jahren wandte sich Janssen intensiv der Radierung zu. Sein gesamtes Oeuvre der Radierungen umfasst etwa 3.000 Einzelwerke.

Ein anderer und so bis lang nicht dagewesener Aspekt seines Schaffens sind die Plakate. Horst Janssen hat rund 360 Plakate gestaltet, von denen über 200 in das Werkverzeichnis der Janssen-Plakate aufgenommen wurden. Das Plakat ermöglichte dem Künstler aus dem kleinen Format seiner Zeichnungen auszubrechen und zeigt ihm einen Weg aus einer Isolation auf, in die Künstler, die nicht irgendwann in ihrem schöpferischen Schaffen mit der Ölmalerei beginnen, leicht geraten können. Mit seinen eigenhändig ausgeführten Plakatentwürfen hat er Ausstellungen seiner Arbeiten weltweit angekündigt und ist mit seiner Kunst vor ein großes Publikum getreten. Mit dem Plakat als Poster ist ein Großteil von Janssens Werk über Galerien und Museen vor allem in Hamburg und Oldenburg hinaus in Buchhandlungen, Schaufensterauslagen und Straßenansichten, losgelöst von Ausstellungsorten in der Öffentlichkeit verbreitet worden. Der Plakatkünstler Horst Janssen verwendet das Plakat darüber hinaus als künstlerische Mitteilung. Janssen Plakate spiegeln den Großteil seines Gesamtwerkes wie auch seine Begeisterung für den Einsatz unterschiedlichster künstlerischer Techniken wider. Auffallend sind der häufige Wechsel und die Vielfältigkeit seines Stils.

Horst Janssens Ausstellungen wurden in der ganzen Welt unter anderem in New York, Chicago, Los Angeles, Tokio, Taipeh, Libyen, Moskau, Venedig, Rom, Oslo, Paris, Hamburg, Dresden, Oldenburg und vielen anderen Städten gezeigt.
Er starb am 31. August 1995 in Hamburg.

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