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Lüpertz, Markus


Markus Lüpertz wurde am 25. April 1941 in Reichenberg, heute Liberec, geboren.

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges flüchtete Markus Lüpertz mit der Familie 1948 in das rheinländischen Rheydt. Von 1956 bis 1961 studierte Lüpertz bei Laurens Goosens an der Werkkunstschule Krefeld.

Als freischaffender Künstler ließ sich Lüpertz1961 in Düsseldorf nieder. Im Jahr 1962 zog Lüpertz dann nach Berlin.

Im Gegensatz zu den vorherrschenden abstrakten Tendenzen in der Malerei seiner Zeit gestaltete der junge Lüpertz einfache gegenständliche Motive in expressiver Manier. 1962 entwickelte er in Berlin seine „dithyrambische Malerei“.

1970 erhielt Lüpertz den Preis wichtigen der Villa Romana. Er hält sich ein Jahr in Florenz auf und in dieser Zeit entstanden die sogenannten "Deutschen Motive" (symbolträchtige Gegenstände der Vergangenheit wie Stahlhelme, Schaufeln oder Flaggen), welche Lüpertz in Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte vorwiegend in großen Formaten bis 1977 malte. Es folgten „Stil-Bilder“, die sich an der abstrakten Malerei der fünfziger Jahre orientieren. Anfang der achtziger Jahre enden diese Tendenzen zugunsten einer neuen Gegenständlichkeit und Räumlichkeit. In dieser Phase entstanden unter Anderem Serienbilder, die er mit Zitaten aus der Kunstgeschichte betitelte. Seit 1980 entwirft Lüpertz auch Bühnenbilder und Skulpturen.

1971 erhielt er den Preis des Deutschen Kritikerverbandes. 1976 nahm er eine Professur an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe an. 1982 war er mit Werken auf der documenta VII in Kassel zu sehen. 1986 wurde er Professor an der Kunstakademie Düsseldorf, wo man ihn 1988 zum Rektor berief und erst im Juni 2009 wieder verabschiedete.

Die Regierung der spanischen Provinz Valencia hatte Markus Lüpertz im Jahr 2003 für seine Leistungen auf dem Gebiet der bildenden Künste den IV. Internationalen "Julio-González-Preis" verliehen.

Markus Lüpertz lebt und arbeitet heute in Berlin, Karlsruhe, Düsseldorf und Florenz. Wegen seiner oft selbstgefälligen öffentlichen Auftritte, seiner egozentrischen Rhetorik und seines extravaganten Lebensstils wird der Künstler auch als „Malerfürst“ bezeichnet.

Markus Lüpertz zählt zu den populärsten Malern unserer Zeit, weswegen die Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland in Bonn vom 9. Oktober 2009 bis zum 17. Januar 2010 eine Retrospektive: Bilder und Skulpturen von 1963 bis 2009 in einer Sonderausstellung „Hauptwege und Nebenwege“ zeigte.

Im November 2009 wurde in der Galerie Kunst-Profil eine Gemeinschaftsausstellung von Markus Lüpertz und A.R. Penck gezeigt. Die Lüpertz-Bilder der Ausstellung finden Sie im nachfolgenden Link:

Zur Lüpertz-Galerie

Am 24. Februar 2012 eröffnete der Kunstverein Erkrath e.V. mit unserer Unterstützung die Ausstellung "Markus Lüpertz, Malerfürst im Rittergut" im Rittergut Haus Morp in Erkrath.





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