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Masson, André


André Masson wurde am 4. Januar 1896 im französischen Balagny geboren.

André Masson studierte von 1907 bis 1912 an der Brüsseler Ecole des Beaux-Arts und bis April 1914 an der Kunstakademie in Paris. Er ließ sich im Mai 1914 zunächst in der Schweiz nieder, meldete sich aber zu Beginn des Ersten Weltkrieg freiwillig für den Kriegsdienst, wofür er nach Paris zurückkehrte.

Im Frühjahr des Jahres 1917 wurde Masson schwer an der Brust verletzt, worauf er lange in verschiedenen Krankenhäusern und unter anderem auch in einer psychiatrischen Anstalt verbrachte.

Die Eindrücke und Erlebnisse des Ersten Weltkrieges werden Anfang der 30er Jahre des 20. Jahrhunderts in den Arbeiten zu der Massaker-Serie, die aus rund 100 Werken besteht, künstlerisch verarbeitet.

Im Februar 1920 heiratete Masson Odette Cabalé und die beiden lassen sich in Paris nieder, wo im November ihre einzige Tochter Lily zur Welt kam. In Paris lernte er u.a. Joan Miro und den Kunsthändler Daniel-Henry Kahnweiler kennen, der mit Masson einen Vertrag schloss, der es ihm erlaubte, von nun an von seiner Kunst zu leben.

Im Frühjahr 1924 lernte Masson, nach seiner ersten Einzelausstellung, André Breton kennen, der ihn dem Surrealismus näher brachte. Er kreierte in dieser Zeit die „dessins automatique“, die automatischen Zeichnungen und die ersten Sandbilder entstanden.

Ab dem Jahr 1928 zog sich Masson immer mehr von den Surrealisten zurück, bis André Breton ihn schließlich aus der Gruppe ausschloss. Ende des Jahres 1928 ließen sich André und Odette Masson scheiden und in den Jahren danach lebte Masson sehr zurückgezogen. Das änderte sich erst wieder, als Masson Ende 1933 begann für die surrealistische Zeitschrift „Minotaure“ zu arbeiten. In dieser Zeit lernte er viele wichtige Verleger kennen.

André Masson verließ im März 1934 Paris um nach Spanien zu ziehen. Er ließ sich an der Costa Brava nieder, wo er im selben Jahr Rose Maklés heiratete. Masson war fasziniert von der „grausamen Weltanschauung der Spanier“, die sich für ihn vor allem im Stierkampf wiederspiegelte, der sein Werk dieser Zeit häufig beeinflusste. Seine beiden Söhne Diego und Luis werden in Spanien geboren. Aufgrund des Spanische Bürgerkriegs verließ Masson mit seiner Familie Spanien und kehrte nach Paris zurück.

Der Zweite Weltkrieg zwang Masson erneut ins Exil. Diesmal reist er im April 1941 in die USA, wo er Ende Mai in New York eintraf. Ausstellungen und Vorträge an Universitäten machten Masson schnell bekannt und er beeinflusste die jungen amerikanischen Maler, darunter auch Jackson Pollock.

Nach Kriegsende kehrte Masson im Oktober 1945 nach Frankreich zurück. Er ließ sich in der Nähe von Aix-en-Provence nieder, lebte aber ab 1956 immer wieder in einer Wohnung in Paris.

Ab 1964 fanden bedeutende Ausstellungen des Werkes von André Masson statt, deren Höhepunkt wahrscheinlich die vom MoMA in New York, dem Museum of Fine Arts in Houston und dem Musée National d’Art Moderne in Paris organisierte Hommage an den Künstler bildet. Die Ausstellungen zur Hommage finden 1976 und 1977 anlässlich Massons achtzigstem Geburtstag statt.
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